Ich habe wieder im Internet nach Karten gesucht und bin fündig geworden: Heute präsentiere ich Euch Teil 2 meiner Serie „Ungewöhnliche Karten“.

Den Anfang macht eine Karte mit den aktiven Bränden der Erde im August 2016, aufgenommen von der NASA:

Aktive Brände im August 2016 | Reto Stockli, NASA's Earth Observatory Team
Aktive Brände im August 2016 | Reto Stockli, NASA’s Earth Observatory Team

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Karten von Weihnachtsmärkten werden immer beliebter… und sinnvoller. Gerade für Touristen sind sie eine große Hilfe, um bestimmte Buden oder den Weg zum nächsten Glühweinstand zu finden. Oder andere Köstlichkeiten, mjam. Dieses Jahr gibt es das erste Mal eine Beta-Version des Leipziger Weihnachtsmarktes in 3D, inklusive Suche und Anzeige auf mobilen Geräten.

Der Leipziger Weihnachtsmarkt in 3D | Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und Bodenordnung
Der Leipziger Weihnachtsmarkt in 3D | Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und Bodenordnung

Die Navigation geht per Maus oder Toucheingabe sehr einfach von der Hand. Die Suche ist nicht perfekt, aber funktioniert. Und zu den meisten Ständen gibt es sogar ein Foto, so dass man ihn auch vor Ort nicht verfehlen kann. Die Darstellung ist mit ArcGIS Online realisiert, die Daten selbst waren alle in der Stadtverwaltung vorhanden; es musste also nichts neu erfasst werden. Es kann sich also durchaus lohnen, mal in seinen Datenbeständen zu kramen, um damit neue Karten zu generieren. So, jetzt muss ich aber los, die nächsten Kräppelchen essen (:

Weiterführende Informationen:
Direktlink zur 3D-Karte
Leipziger Weihnachtsmarkt 2017

Im Internet stößt man hin und wieder auf richtig coole Karten, die interessante Sachverhalte noch interessanter darstellen. In dieser neuen Reihe möchte ich Euch einige davon vorstellen. Den Anfang machen zwei Karten, die sich mit der Weltbevölkerung auseinandersetzen.

Die erste befasst sich mit folgender Fragestellung: „Wenn die 6,9 Milliarden Einwohner der Erde (2011) in einer einzigen Stadt leben würden, wie groß würde diese Stadt sein, wenn die Bevölkerungsdichte so hoch wäre wie in…“ (mehr …)

Auf der GIS Talk im letzten Jahr stand das Thema „Smart“ im Mittelpunkt der Veranstaltung. Smart Cities, Smart Home, Smart GIS. Ganz besonders Echtzeitdaten, also Daten die live zur Verfügung stehen und somit hoch aktuell sind, waren in allen Themengebieten präsent. Und aktuell scheint der Einsatz von Geodaten auch vermehrt in allen Bereichen unseres Lebens anzukommen: man erinnere sich zum Beispiel an die Google-„Beliebte Zeiten“-Statistik für Restaurants oder Einkaufszentren. Die haben im November nämlich auch eine Live-Funktion spendiert bekommen.

Und die Daten dazu liefern wir selbst – mit unseren Smartphones, Autos, Computern. Entsprechend aufbereitet und in Form gebracht entstehen daraus einfach verständliche Informationn für alle. So bedenklich das am Ende auch klingt, in der öffentlichen Verwaltung oder bei Fachanwendungen erleichtern solche Technologien die Zukunft. Und das kleine Video von der Eröffnungsveranstaltung der GIS Talk gibt einen schönen Einblick wo wir jetzt bereits stehen:

Weiterführende Informationen:
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Trivadis: Grüner Strom wird kalkulierbar

Der öffentliche Nahverkehr in Städten wird stetig ausgebaut. In Zeiten von immer weiter steigenden Fahrgastzahlen, vor allem in Ballungsräumen, auch wenig verwunderlich. Beispielsweise sind allein in Hamburg die Zahl der Fahrgäste von 2005 bis 2012 um über 16% gestiegen¹. Andere städtische Regionen können mit ähnlichen Zahlen aufwarten (München: +11,4% Berlin: +3,3% Köln: +16,5%). Auch in Leipzig ist dieser Trend an immer voller werdenden Straßenbahnen deutlich zu sehen. Hier stehen die Verkehrsunternehmen jetzt und in Zukunft vor vielen Herausforderungen – von der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Netzes über das Lenken von Fahrgastströmen bis hin zum Entstörungsmanagement¹.

Steigende Fahrgastzahlen | Berliner Morgenpost
Steigende Fahrgastzahlen | Berliner Morgenpost

Doch nicht nur der ÖPNV selber, sondern auch der Komfort „drum herum“ entwickelt sich weiter. Die wenigsten lesen heutzutage noch irgendwelche Fahrplanaushänge, wo es doch mit dem überall verfügbaren Internet so viel schneller geht. Und die Menschen fordern auf Grund dieser Tatsache auch live verfolgbare Fahrgastinformationen zu Verspätungen oder Änderungen im Linienverkehr. Wer schon mal per Zug gereist ist und auf einem einsamen, eingleisigen Bahnhof ohne Anzeigetafel auf einen verspäteten Zug gewartet hat, weiß vermutlich was ich meine. Aber auch in der Stadt geht der Trend trotz teilweise sehr dichter Taktung da hin, über jede noch so kleine Störung informiert werden zu wollen.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) wirkt seit einiger Zeit diesem Auskunftshunger mit einer fantastischen interaktiven Karte entgegen. Die VBB-Livekarte zeigt sämtliche stattfindenden S-, U-, und Straßenbahnfahrten sowie die der Busse und Fernzüge im Großraum Berlin mit ihren aktuellen Positionen an. Auch die über 13.000 Haltestellen der Region sind vermerkt.

VBB Livekarte
VBB-Livekarte

Die jeweilige Position eines Fahrzeugs ergibt sich aus dem berechneten Wert zwischen zwei Stationen in Abhängigkeit von der Zeit. An den Fahrzeugen selber wird die Abweichung vom normalen Fahrplan in roten bzw. grünen Zahlen angegeben – und ausgefallene Fahrten werden nicht mehr in der Karte angezeigt. Mit einem Klick auf eine Haltestelle lassen sich auch die üblichen Informationen zu den nächsten Abfahrten abrufen. Diese sind sogar mit der VBB-Fahrplanauskunft verknüpft.

Ein moderner Ansatz, viele Informationen – die Livekarte der VBB ist ein gutes Beispiel für gut verständliche Fahrgastinformationen. Der Mehrwert ist beachtlich und für Interessierte wie mich auch einfach schön anzusehen. Sicherlich wird dies in naher Zukunft kein Standard für Verkehrsunternehmen werden, doch der Trend geht den richtigen Weg. Wer also mal in Berlin unterwegs ist, sollte sich die Karte ruhig mal ansehen.

Weiterführende Informationen:
VBB-Livekarte

Quellenangabe:
¹ Sieg, U. (2015): Weiter wachsende Fahrgastzahlen in den Metropolen – Entwicklungen, Herausforderungen, Maßnahmen, Beispiele. Braunschweiger Verkehrskolloquium (abgerufen am 15. Juni 2016)